Hochgallmigg in aller Kürze:

Hochgallmigg ist ein Ortsteil der Gemeinde Fließ und liegt orografisch auf der linken Seite des Oberen Gerichts zwischen Prutz und Landeck. Die acht Weiler (Kellerle, Unterhäuser, Eggle, Nigge, Waal, Oberhäuser, Siedlung und Stadelesegg) sind zwischen 1100 m und 1400 m Seehöhe an dem steilen Berghang verstreut.  

Über den Namen Hochgallmigg gibt es zwei Theorien: Entweder er stammt von den ersten Siedlern, die den Namen „Nigg“ hatten, oder von „Galmei“ ab. Denn im 13./14 Jh. baute man hier Silber, rotes Kupfer und Zink ab. Und ein alter Name für Zinkspat ist eben „Galmei“. 

Aus den ersten Aufzeichnungen wissen wir, dass „Galnik“ bereits 1315 zu Fließ gehörte, aber eine eigene Wirtschaftsgemeinde war. Hochgallmigg wird 1370 erstmals urkundlich erwähnt. Seit 1767 gibt es eine eigene Gemeindeordnung und 1891 wurde es zur Pfarre erhoben.  

Verkehrstechnisch war Hochgallmigg bis zum Jahre 1920 nur über einen Fußweg von Landeck aus erreichbar, der 1930 zu einer schmalen Straße ausgebaut wurde. Erst seit 1971 verbindet eine neue Straße Hochallmigg mit Urgen und der Reschenbundesstraße. 1922 brannte in Hochgallmigg erstmals das elektrische Licht. Seit 1933 besteht die Wasserleitung und seit 1998 gibt es die Hauskanalisation und die Straßenbeleuchtung. Zur Zeit wohnen ca. 230 Personen in Hochgallmigg.

Die Volksschule Hochgallmigg: 

In den Aufzeichnungen ist zu erfahren, dass bereits 1791 eine Schule bestanden hat. So heißt es: „Für die Seelsorgsgemeinde Hochgallmigg besteht im Weiler Nigge eine einklassige, gemischte Volksschule mit eigenem Schullokal.“ Dieses Schulhaus bestand laut Überlieferung nur aus einer Bauernstube. Trotz spärlicher Aufzeichnungen wissen wir, dass es 1892 bereits 37 Schüler gab.  

1907 wurde schließlich ein neues Schulhaus gebaut. Das alte Gebäude riss man zur selben Zeit ab. 

1967 wurde das Schulgebäude aufgestockt und somit eine neue Lehrerwohnung geschaffen. Aus der früheren Lehrerwohnung entstand eine zweite Klasse.  

Die in der Volksschule aufliegenden Geschäftsprotokolle und Schulchroniken beginnen mit dem Jahr 1934  und zeugen von einem häufigen Lehrerwechsel.  

Aus welchem Grunde das so war erfuhren unsere Schüler aus erster Hand. Lehrer Friedrich Töpfer wurde für das Schuljahr 1948/49 mit der  Führung der Volksschule Hochgallmigg betraut. Auch dieser nur für ein Jahr. Herr Töpfer feierte 2006 seinen achtzigsten Geburtstag. Aus diesem Anlass besuchte er Hochgallmigg und „seine“ Schule. Er erzählte uns, wie beschwerlich schon die Anreise zu Fuß vom Bahnhof Landeck war. Zudem wurde ihm schon beim Eintreffen in Hochgallmigg erklärt, dass die Hochgallmigger vom ersten Schnee an eigentlich von der Außenwelt abgeschnitten seien. Der Weg sei einfach zu gefährlich. Außer in wirklich dringenden Fällen verließ im Winter kaum jemand das Dorf. Und so war es anscheinend auch wirklich. Herr Töpfer war froh, ein neues Paar Schuhe mitgebracht zu haben, denn er kam in diesem Winter nie nach Landeck. Auch war er glücklich über seine Versetzung nach Matrei am Brenner.  

Unter anderem blieb auch Luise Henzinger 1922/23 nur ein Jahr in Hochgallmigg wo sie sich „gegen die großen Buben durchsetzen musste“.  

Bereits 1986 gab es die ersten Überlegungen für einen Neubau des Schulhauses. Mit den Ansprüchen eines zeitgemäßen Unterrichtes konnte das alte Schulhaus nicht mehr mithalten.  

Das jetzige Schulhaus wurde 1990 gebaut und am 15. Jänner 1991 bezogen. Es ist ein sehr helles und freundliches Haus geworden, in dem wir uns alle wohl fühlen.  

 

 Das „neue“ Schulhaus 

Im selben Gebäude erhielt die Freiwillige Feuerwehr ein Feuerwehrgerätehaus und die Schützenkompanie Hochgallmigg ein Schützenheim. Für den Kindergarten baute die Gemeinde Fließ 1998 das Dachgeschoß der Volksschule um.